Die jüngsten Umfragewerte enthüllen einmal mehr, dass die große Koalition nicht mehr erwünscht ist. Sie verliert deutlich an Boden. Die ÖVP stellt immer noch die „klare“ Nummer eins mit 26% (-3% im Vergleich zur Vorwoche). Die SPÖ hingegen verliert nur 2% und rangiert mit 23% auf dem zweiten Platz. Faymann ist bei den Österreichern aber bei weitem beliebter ist als Molterer. Bereits 42% der Österreich würden sich Faymann als Bundeskanzler wünschen. Für Molterer bleiben magere 23% übrig.
Die Kleinen am Vormarsch
Wesentlich interessanter stellt sich jedoch die Lage am anderen Ende der Statistiken dar. Die kleinen Parteien gewinnen immer mehr an Zuspruch, was sich auch in den Umfragewerten widerspiegelt:
FPÖ – 17%
Grünen – 15%
BZÖ – 7%
Liste Dinkhauser – 7%
LiF – 5%
Österreich setzt damit ein klares Zeichen: Umut über die großen Parteien. Eine Flucht der Wähler zu den kleineren Parteien hat begonnen und die Gerüchteküche über zukünftige Koalitionsformationen prägen die Nachrichtenlandschaft dieser Tage. Es wird laut über eine Grün-Schwarze-Koalition gemunkelt. Auch über eine Rot-Blaue-Koalition wird schon theoretisch nachgedacht. Dennoch scheint es immer noch so zu sein, dass eine 2 Parteien-Koalition nur schwer erreicht werden kann (siehe auch letzten Post zum Thema NW 08). Deshalb sind derartige Spekulationen wohl etwas verfrüht. Im Gegenteil, durch diese Migration der Wähler zu den Kleinparteien wird eigentlich genau das Gegenteil bewirkt.
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